shake yr anus

April 20, 2009

Also die Klausur dürfte ich wohl verhauen haben, aber einen Versuch hab ich ja noch. Ist allerdings auch was Gutes passiert in der Zwischenzeit: Da ist ja der Sommer! Und wisst ihr, was der braucht? Ein Mixtape! Und das mach ich jetzt mal. Thema ist allerdings nicht das Wetter, sondern abspackkompatible Musik. Je zack bum, desto besser. Das wird ein Spaß! Einmal teit auf den iPod knallen und in die Sonne legen, bitte.

Delirium / She Thang – Juri Gagarin / Räuberhöhle

(I could be anything that I wanna be)

Bondage Fairies – He-Man

(I want a sword like He-Man / and a mullet hockey haircut / I need a girl like She-Ra / oh oh, here we go)

Black Flag – Six Pack

(I know it‘ll be ok / I got a six pack in me)

Der Tante Renate – Propaganda

(zack  / knarz / dschingderassabumm)

Egotronic – Die Partei

(darum lass ich jetzt das Denken / das bekommt mir doch nur schlecht)

Feeder – Just A Day

(I don’t wanna drink / don’t wanna be a clown / gotta get my feet back on the ground)

Bonaparte – Too Much

(you know politics / well I know party chicks)

Smoke Blow – Am Strand

(Eben noch lagt ihr gemeinsam am Strand und habt euch geliebt. Jetzt frisst das Wasser ihren Abdruck im Sand, bis es von ihr nichts mehr gibt.)

ClickClickDecker – Der ganze halbe Liter

(Wenn sie dich fragen wo wir waren, sag: „Dort wo wir nicht hingehören. Dort wo die Schiffe fahren.“)

Chuck Ragan – California Burritos

(so why waste another day / turning our backs and walking away)

Gallows – Orchestra Of Wolves

(if I offer to buy you a drink / trust me when I say it’s non-alcoholic / I want you to wake up and remember my name / when you’re washing my cum off your fucking face)

Mediengruppe Telekommander – Trend

(Im Pace-Outfit auch mal pro Amerika sein)

Millencolin – Fox

(for all I care she’s hot and she’s a real good ride)

Plemo – Wir Raven

(wir raven / all night long)

Robyn – Cobrastyle

(I press trigger / I don’t press people button)

Saalschutz – Das Lied Mit Den Suggestivfragen

(Gesamtwerk verbrannt, Gesamtwerk verbrannt / eines Tages sterbe ich mit dem Sequenzer in der Hand / (…) / insgeheim wünscht ihr euch / es wär nie soweit gekommen / doch ihr seid immer weiter / vom Ufer weggeschwommen)

Tocotronic – Hi Freaks

(Hi Freaks / look at me / Autogramme vis-à-vis / gegenüber einer Welt / deren Umriss uns gefällt)

Two Gallants – Long Summer Day

(and the summer day make a white man lazy / he sits on his porch killing time)

MGMT – Kids

(control yourself / take only what you need from it / a family of trees wanted / to be haunted)

Violent Femmes – Blister In The Sun

(I’m high as a kite / I just might / stop to check you out)

The Wombats – Let’s Dance To Joy Division

(let’s dance to Joy Division / and celebrate the irony / everything is going wrong / but we’re so happy)

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Kleine Lieder über Liebe

Februar 26, 2009

Wie viele Lieder gibt es eigentlich über die Liebe? Hat jemand Zahlen? In welchem Lied geht es nicht um Liebe? Ziehen wir mal Jamba ab, haben wir sicher immer noch Milliarden Lieder übrig. Ich versuche mal, nahezu jeden Aspekt der Liebe mit Musik zu beschreiben, den Soundtrack eines Gefühls zusammenzustellen.
Es wird schwierig, das ganze chronologisch zu ordnen. Keine Frage, am Anfang steht natürlich das Verlieben an sich. Und auch danach ist noch alles toll. Danach wiederum muss ich über mehrere Pfade zum Ende gelangen, allerdings trotzdem noch die „bis dass der Tod uns scheidet“-Option offenhalten. Kleines Mädchen, große Ziele.

Ich verliebe mich. Oft, gerne und immer richtig. Mit Herzschmerz von Anbeginn. Zu schüchtern für den ersten Schritt, dafür im Kopf schon zehn Schritte weiter.

„Ich kenn‘ dich nicht / du kennst mich nicht / und doch bin ich verliebt in dich“ (Egotronic – Verliebt)
„Wie Idioten aus dem Film hab ich mein Herz an dich verloren“ (Gisbert zu Knyphausen – Neues Jahr)
„When you caught my eye / I saw everywhere I’d been / and wanna go to“ (Editors – An End Has A Start)

Ich sollte dich mal genauer beobachten. Mal sehen, was ich so in dir sehe.

„So drunk in the august sun / and you’re the kind of girl I like / because you’re empty / and I’m empty / and you can never quarantine the past“ (Pavement – Gold Soundz)
„Yours is the first face that I saw / I think I was blind before I met you / And I don’t know where I am / I don’t know where I’ve been / but I know where I want to go“ (Bright Eyes – First Day Of My Life)
„Here is the church and here is the steeple / we sure are cute for two ugly people / I don’t see what anyone can see in anyone else but you“ (The Moldy Peaches – Anyone Else But You)

Jetzt denke ich natürlich rund um die Uhr an dich. Aber ganz so schnell geht das alles ja auch wieder nicht.

„Jeder hier weiß, dass ich lüge, wenn ich dir sagen würde, dass ich dich liebe / aber mir hat noch niemals jemand so sehr gefehlt wie du.“ (Julius – Wie Du)

Und wer wäre ich, wenn ich jetzt nichts fordern würde?

„I say please / be my pirate please / sail away with me / to deep blue sea“ (The Filthy Youth – Pirate)
„Komm hier rüber, komm hier her / wir haben uns lang nicht mehr gesehen / Ich will bloß schweigen, nicht viel mehr / und deine müden Augen sehen / Ich will ein Stück von deiner Zeit / geteilte Einsamkeit“ (Gisbert zu Knyphausen – Erwischt)

Manchmal reicht aber auch schon:

„I hit the ground and I’m still running / but I need a place to stay tonight / I swear I’ll be gone in the morning / I just need somewhere warm to close my eyes“ (Rise Against – Voices Off Camera)

Aber ganz schön toll finde ich dich spätestens jetzt ja doch schon. Wie gut, dass verlieben so lange dauert. Da gibt es eine Menge Lieder zum Hören und Fühlen. Im besten Fall:

„All because of you / I believe in angels / not the kind with wings / no not the kind with halos / the kind that bring you home / when home becomes a strange place / I follow your voice / all you have to do is shout it out“ (Rise Against – The Good Left Undone)

Aber selbst der hoffnungsloseste Romantiker sieht es irgendwann ein. Es ist nicht alles love, pink & unicorns. Mit ganz viel Glück sehe auch ich das schnell ein und es geht ans Entlieben. Gar nicht so leicht.

„Everyday I love you less and less / I can’t believe once you and me did sex / it makes me sick to think of you undressed / since everyday I love you less and less“ (Kaiser Chiefs – Everyday I Love You Less And Less)

Oder Arschkarte. Du entliebst dich vor mir. Oder ohne mich.

„I don’t love you anymore is all I remember you telling me / never have I felt so cold / but I’ve no more blood to bleed / ‚cause my heart has been draining into the sea / but still I wait with a hope inside of me / so still I wait until again we meet“ (Rise Against – Blood To Bleed)

So. Nun wird es schwieriger. In welche Richtung geht es nun?
Pfad A: Es wird nicht wieder gut.

„Have you ever been a part of something that you thought would never end / and then of course it did“ (Rise Against – Everchanging)

Aber auch hier wieder zwei Richtungen. Es kann weh tun, und ca. niemals wieder aufhören. Aus verschiedensten Gründen.

„’Cause I am due for a miracle / I’m waiting for a sign / I stare straight into the sun / and I won’t close my eyes / till I understand or go blind“ (Thrice – Stare At The Sun)

Pfad 2: Es ist (wenigstens für einen von beiden) ok.

„Und alles was mir da noch übrig bleibt / ein bisschen Zweisamkeit als Zeitvertreib / das bisschen Herzschmerz, das bisschen Herzschmerz / tut doch gar nicht so weh / den ganzen Unsinn werd ich nie verstehen / da hilft nur Einatmen und Vorwärtsgehen / es ist ganz einfach, es ist ganz einfach / das Leben lebt, es ist ein wunderschöner Sommertag“ (Gisbert zu Knyphausen – Sommertag)
„I know not your sorrow / but I know mine / so say you’ll stay and dance with me tonight / … / tomorrow we’ll give it one last chance / but tonight we dance / but tonight we dance“ (Rise Against – But Tonight We Dance)
„Yes we gave it a try / but maybe for too long / out of every sorrow / another day will dawn / you gonna find someone new / I really hope you do / ‚cause I love you / the sun will come on through / it’s gonna shine for you / ‚cause I adore you“ (Eskobar feat. Heather Nova – Someone New)
„Stop breathin‘ / stop breathin‘ / breathin‘ for me now / write it on a postcard / dad they broke me / dad they broke me“ (Pavement – Stop Breathin\‘)

Aber wenn es dann wirklich vorbei ist, wie geht es mir dann? Das geht jetzt von ‚hoffnungsvoll‘ über ‚verzweifelt‘ bis hin zu ‚destruktiv‘.

„Irgendwer wartet irgendwo auf dich / und irgendwo wartet irgendwer auf mich / es ist egal, denn wir können nicht länger warten / und deine Haut scheint im Parkplatzlaternenlicht / als wir in großen Buchstaben auf die Wagen schrieben / „wasch mich, ich bin dreckig“ (Julius – In Großen Buchstaben)

Der Herzschmerzklassiker darf nicht fehlen. Wie ich finde, der passendste Text, der jemals über Liebe geschrieben wurde:

„I want a lover I don’t have to love / I want a girl who is too sad to give a fuck / … / I want a lover I don’t have to love / I want a boy who is so drunk / he doesn’t talk / … / You write such pretty words / but love’s no storybook / love’s an excuse to get hurt / and to hurt / do you like to hurt / (I do, I do) / then hurt me“ (Bright Eyes – Lover I Don\’t Have To Love)
„What else is in the teaches of Peaches? / fuck the pain away“ (Peaches – Fuck The Pain Away)

Und um mal zu einem Schluss zu kommen, für etwaige Romantiker unter euch:
Pfad 3: Bis dass der Tod uns scheidet.

„And I have to speculate / that God himself did make us into corresponding shapes / like puzzle pieces from the clay“ (The Postal Service – Such Great Heights)
„I just want to be there when we’re caught in the rain / I just want to see you laugh not cry / I just want to feel you when the night puts on its cloak / I’m lost from words / don’t tell me / ‚cause all I can say / I love you ‚till the end“ (The Pogues – Love You \’Till The End)

Und wenn man mal absieht von den ganzen wunderschönen Songtexten – ich finde ja, dass sich Liebe, im allerbesten Fall, so anfühlen sollte, wie Spartas großartiger Song „Collapse“ klingt.