Mein Leben ist ja durchaus ein bisschen lustig. Aber auch tragisch. Hoffnungslos von Zeit zu Zeit. Aber immer mitten in die Fresse. Und schnell ist es, oh ja! Das werden die Twitterer unter euch eventuell schon bemerkt haben. Doch wozu taugen die Geschichten, die mein Leben so schreibt?

Wie wäre es denn mit einem Roman? Eher nicht. Das versteht doch gelesen keiner! Wo bleibt da der Witz? Und auch all die Situationskomik! Nee, gelesen wär’s vermutlich nichts. Und viel zu kurz. Ich schätze 150 Seiten wären noch drin. Maximal. Allerdings würde niemand bis zur  letzten Seite kommen, aufgrund der ganzen Kopfschüttelei beim Lesen. Ich würde sicher selbst die ganze Zeit über irgendwas zwischen „Orrr, Mädchen!“, „Nee, oder?“ und „Das kann doch nicht ihr ernst sein!“ denken. Kein Roman also. Wenn man sich anguckt, wie häufig ich es mal schaffe, für dieses Blog was zu schreiben, vielleicht auch gar keine so schlechte Idee. Wer will schon 20 Jahre auf 150 Seiten warten. Wer will schon mit 41 ein Buch über sein Leben vor 20 Jahren veröffentlichen? Also ich nicht…

Kurz dachte ich mal, das ganze in ein Blog zu stecken. Aber mal ehrlich. So ein Mist à la Livejournal? Bitte… Oder ein Podcast. Von mir über mich. Doch auch wenn das alles noch viel authentischer machen würde, meine Stimme zeig ich der Welt nicht freiwillig.

Drei von sechs Möglichkeiten fallen also schonmal weg.

Ich würd’s ja mal mit einer Serie versuchen können, aber das ist ja viel zu viel Aufwand. Da wären die ganzen Statisten. Außerdem bräuchte ich ja einige wenige typische Schauplätze. Aber ich bin ja immer überall! Das würde dem ganzen ja die letzte Glaubwürdigkeit rauben. Andererseits erleb ich ja immer viele kleine Geschichtchen, die definitiv für eine Serie sprechen würden. Vermutlich könnte ich das ganze so aufziehen wie How I Met Your Mother. Mit einer feschen, auf Vergangenes zurückblickenden Off-Stimme (natürlich nicht meine, siehe oben). Aber solche Serien leben ja meist auch von ihren fantastischen Nebencharakteren. Als würde ich sowas in meinem Leben dulden! Vielleicht drei, maximal vier weitere Personen würde ich zulassen. Deren Charakter müssten jedoch minimal umgeschrieben und an meine Awesomeness angepasst werden (Sorry, Schnuffelchen!). Viel zu viel Aufwand. Aber wenn ich das alles mal so durchdenke, hätte meine Serie vermutlich die Tragik von Being Erica, den Witz von Greek, die Romantik von Men In Trees und die Sexyness von Gossip Girl. Dabei wäre die Serie dann so fesselnd wie Fringe, so zynisch wie House, voller Probleme à la Privileged, so direkt wie Californication, mit dem Soundtrack von Weeds und zuletzt: der Relevanz von 90210.

Und warum kein Film? Klar, da bräuchte ich weniger Nebendarsteller. Das wäre das große Ding über mich, mich, mich! Aber ganz ehrlich… Mal davon abgesehen, dass auch das sowohl zu aufwändig, als auch zu teuer wäre: gute 1,5h über mich? Viel zu wenig! Aber immerhin hätte ich einen guten Soundtrack.

Bleibt mir also nur noch das bereits benutzte Medium:

Mein Leben