Ich will auch!

März 30, 2009

Nach langem Überlegen habe ich mich nun entschlossen, auch sowas hier zu machen.

Ein wundervoller Kurzfilm von Patrick Hughes (via krzflm):

Konzerteintrittsstempel, Kerzenständer, Teppiche, Borstenpinsel, Stoppersocken, Leinwandstraffhölzer, Kekse ohne Schokolade, grobes Salz, die leeren ersten und letzten Seiten in Büchern, Aufkleber ohne Abziehhilfsknick, unbeschichtete Töpfe, Thermostate, Vorhängeschlösser, Klarglasbierflaschen, ungebleichtes Papier, Fußgängerampelgeräusche, Apotheken-‚A’s, jede Uhrzeit zwischen 5am und 10am, Schnürsenkelpinke (-nadeln sind OK), gestreifte Handtücher, Telefonschnuren, Nacktnasenwombats, Internettagebücher, Bucheinbände mit goldener Schrift, harte Bleistifte, Plastikkochlöffel, Spülmittel mit Mentholgeruch, Bananen ohne braune Flecken, Leberwurst, Phasenprüfer, Bikinis, s/w-Flyer, blonde Strähnen, ‚catchphrase‘-sagende Menschen, das Wort ‚Belag‘, ‚…‘, Apfeltasten ohne Apfel, Pastellkreide an den Fingern, Tweets übers Tweeten (auch: ‚Twittern‘ sagen, wenn man ‚Tweeten‘ meint), Ponys (tierisch und haarig gleichermaßen), The Beatles, Schwanzvergleiche (auch wenn es nicht um Schwänze geht, aber nur wenn ich nicht involviert bin), mein Bloglayout, Frauenhandgelenke (aber: Kudos to Männerhandgelenke (und Hände)), Schlagzeugbesen, lilafarbene Tinte, schwarze L&Ms, Krümel auf dem Fußboden (sonst sind Krümel nicht so schlimm), Metallflaschenverschlüsse (außer Kronkorken, ich liebe Kronkorken), kalter Kaffee, Ringbücher ohne perforierten Abriss, Fusseln in eingerissenen Fingernägeln, eingerissene Fingernägel, vermörtelte Kabelage (wer macht denn sowas?), Schreibschrift.

Aber ich mag Pumpspeicherwerke.

wieanders leben

März 17, 2009

Begriffe über die man nicht nachdenken muss gibt es ja unzählige.

Wer anders – nicht dieser, sondern jener.

Woanders – nicht hier, sondern dort.

Wannanders – nicht jetzt, sondern dann.

Was anderes – nicht dieses, sondern jenes.

Wieanders – nicht so, sondern so?

Die ersten vier Begriffe beziehen sich auf Person, Ort, Zeit und Gegenstand. Leicht verständlich – zumindest in einem weniger abstrakten Kontext. ‚Wieanders‘ bezieht sich auf die Art und Weise. Von was genau?

Neulich las ich an der Schlachte ein Stück Mauer. Da stand geschrieben: „wieanders leben...

Ich weiß nicht warum, aber seitdem ertappe ich mich immer wieder bei dem Versuch, das zu verstehen. Was soll das bedeuten? Klingt ein bisschen nach einer Mischung aus „Ich sollte meine Ernährung umstellen und mehr Sport treiben“, „Ich sollte weniger faul sein“ und „Ich sollte mal was Neues ausprobieren“.

Dann reicht doch aber „anders leben“ vollkommen aus. Außerdem bin ich ja nicht alleine, und das ist alles so ich-bezogen. Klar, ich entscheide mit wem ich wann was, wo und eben wie mache. Aber obwohl das mein Leben ist, lebe ich es irgendwie ja doch nicht alleine.

Wieanders leben… – alles verändern?

Ich glaube nicht, sonst „müsste“ ich ja unter anderem auch woanders und anders leben.

Je mehr ich allerdings über diesen Begriff, den ich nicht richtig verstehe, nachdenke, desto mehr steht für mich fest, dass ich das mal ausprobieren sollte:

Gar nicht viel verändern. Im Grunde genommen überhaupt nichts. Genau dasselbe machen wie jetzt. Nur eben wieanders.

„what good is searching / if nothing’s there to find / … / what’s right is wrong / what’s come is gone / what’s clear and pure is not so sure“ (Bad Religion – Epiphany)

If I fall back down

März 8, 2009

So super, dass ich gerade versuche, betrunken zu bloggen. Veröffentlicht wird das ganze natürlich erst später, wenn ich immerhin die Rechtschreibfehler berichtigen konnte.

Habt ihr eigentlich schonmal „Freundschaftsverträge“ bekommen? Kennt ihr sowas? Ich bekam ja neulich quasi einen und das war so ziemlich das beste, was mir je geschrieben wurde (keine Superlative!).
Ich dachte dann mal zurück an die vielen Freundschaften in meinem Leben, die sich im Endeffekt nur als Bekanntschaften entpuppten. Manchmal weiß man ja nicht einmal, welche Person einen so als Freund bezeichnen würde. Oder macht man sowas: „Du, ich finde wir sollten keine Bekannten mehr sein, wir sind nun Freunde“?
Ich finde es auch fantastisch, wie man so Freundschaften schließen kann. Es gibt Menschen, die ich schon seit Jahren kenne, die mir aber noch nicht so nah sind, wie zum Beispiel ein sehr besonderer Mensch, den ich erst seit kurzem kenne und mit dem ich bisher, zumindest am Anfang, nur gesoffen habe. Klingt nicht sehr toll und war bis vor kurzem auch eigentlich nichts als destruktiv. Aber ich bin ganz schön froh, den Kerl kennengelernt zu haben. Ich glaube, ich darf mich nun ganz schön geehrt fühlen. Vielleicht braucht man also doch nicht immer zwangsweise eine Beziehung, um sich nicht alleine fühlen zu müssen. Dieser Eintrag ist für meine Leser (?) vielleicht nicht so interessant wie der letzte (denn der war schon ziemlich interessant!), aber:

Kudos to den beiden, die ich gerade erwähnt habe. Ich hab euch ganz schön gerne. Schön, dass es eucht gibt 🙂

Und was wäre das ganze ohne die obligatorischen Songtexte? Richtig, nichts!

„If I fall back down / you‘ll gonna help me back up again / If I fall back down / you‘ll gonna be my friend“ (Rancid – If I Fall Back Down)

„Because we are your friends / you’ll never be alone again“ (Justice vs Simian – We Are Your Friends)

„And when you wake up / everything’s gonna be fine / I guarantee that you wake in a better place / and in a better time / …  / flipping through the paper today / looking for a specific page / don‘t wanna find her full name followed by dates / ‘cause when I left her alone / she made a sound like a moan / you‘re known by anyone / for everything you‘ve done / fuck buying flowers for grave / I‘d rather buy you a one way-non stop / to anywhere / find anyone / do anything / forget and start again, love / she said she won‘t go / it hurts too much to stand by / you‘ve got to stop and draw a line / everyone here has to chose a side, tonight / the moment of chose is haunting you / don‘t forget your family regardless what you chose to do / you can‘t decide / and they‘re all screaming ‚why won‘t you?‘ / I‘ll start the engine, but I can‘t take this ride for you / I‘ll draw your bath and I‘ll load your gun / but I hope so bad, that you‘ll bath and hunt“ (Streetlight Manifesto – A Better Place, A Better Time)